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Dr. med. Karin Jatzkewitz
Internistin und Akupunkturärztin

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Hausärztliche und internistische Praxis
Dr. Karin Jatzkewitz

Chronische Schmerzen: Die Ursache suchen und ganzheitlich behandeln

chronische Schmerzen

Fünf bis acht Millionen Menschen leiden an schweren chronischen Schmerzen, z.B. Rückenschmerzen, Arthrose, Rheuma, Nerven- oder Gelenkschmerzen. Die westliche Medizin hat unzweifelhaft große Erfolge bei der Therapie zahlreicher Erkrankungen und auf dem Gebiet der Operationen. Bei chronischen Krankheiten, die mit Schmerzen einhergehen, kommt sie aber an ihre Grenze.

Diagnose "chronischer Schmerz"

Dr. Karin Jatzkewitz ist ausgebildete Schmerztherapeutin. Sie nimmt sich Zeit für eine genaue Schmerzanamnese, um möglichst viele Aspekte in die Diagnose einzubeziehen.

Dafür setzt sie Schmerzfragebögen und Schmerztagebücher ein. Sie sichtet Vorbefunde und fragt nach Ihrem beruflichen und sozialen Umfeld sowie der emotionalen Situation.

Denn chronischen Schmerz ohne Beteiligung der Psyche gibt es nicht!

Wie entsteht chronischer Schmerz?

Wenn eine Nervenzelle zu lange und dauerhaft einen Impuls an das Gehirn sendet, z.B. bei Gürtelrose oder einem Bandscheiben-Vorfall, verändert sich ihr Stoffwechsel. Sie wird überreizt und kann sich nicht mehr ausschalten. Auch wenn kein Reiz mehr vorhanden ist, sendet sie ständig Schmerzimpulse weiter. Es ist sozusagen ein Defekt in der Festplatte unseres Nervensystems eingebrannt. Die Hirnforschung der letzten Jahre konnte eindrucksvoll zeigen,

wie sich in der Folge die Schmerzleitungen im Rückenmark und Gehirn so verändern, dass der Schmerz immer stärker wird, harmlose Berührungen schon als Schmerz wahrgenommen werden und der Schmerz auf immer größere Teile des Körpers übergreift. Wichtige Teile des Gehirns werden so verändert, dass sie den Schmerz selbst unterhalten. Wir sprechen von einem Schmerzgedächtnis und von einer Schmerzkrankheit.

Der chronische Schmerz als Teufelskreis

  • Den akuten Schmerz kennen wir alle aus dem täglichen Leben. Er hat eine wichtige Warnfunktion, um weitere Schäden zu verhindern und durch Schonung eine Heilung einzuleiten (z.B. bei Verbrennungen oder Knochenbrüchen).
  • Das trifft auf den chronischen Schmerz nicht zu. Er hat sich verselbstständigt und ist im Prinzip eine Fehlfunktion der Nervenzellen, die eine Schmerzwahrnehmung ohne entsprechende Ursache signalisieren.

Dauert ein Schmerz mehr als sechs Monate, handelt es sich um einen chronischen Schmerz. Es kann sich sowohl um einen Dauerschmerz als auch um einen anfallsartigen Schmerz oder eine Kombination aus beiden handeln. Es gibt verschiedene Faktoren, die den Schmerz chronisch werden lassen oder verstärken:

  • gehäufte Krankenhausaufenthalte
  • gehäufte Operationen
  • gehäufte Kurmaßnahmen
  • Stress
  • Depressionen
  • Inaktivität
  • sozialer Rückzug

Ein zunehmendes Stimmungstief, schlechter Schlaf und eine verminderte Leistungsfähigkeit führen zu einem Rückzug aus Freizeit-Aktivitäten, Hobbies und Freundeskreis. Partnerschaft und Arbeitsplatz sind gefährdet. Hierdurch werden die Schmerzen weiter verstärkt - ein Teufelskreis!

Chronische Schmerzen mit ganzheitlicher Therapie lindern

Entsprechend der verschiedenen Ursachen und verstärkenden Faktoren sollte die Behandlung eines chronischen Schmerzes immer ganzheitlich sein, d.h. körperliche, soziale und emotionale Aspekte mit umfassen.

  • Schmerzlindernde Medikamente sind fast immer notwendig und müssen nach einem festen Zeitschema eingenommen werden, um einen konstanten Wirkspiegel zu erzeugen und den Teufelskreis zu durchbrechen.
  • Um die körpereigenen schmerzvermindernden Systeme zu stärken, ist es fast immer nötig, spezielle Mittel aus der Gruppe der Antidepressiva zu kombinieren, die bestimmte Überträgerstoffe im Gehirn stimulieren und damit Schmerzen lindern können.
  • Bei besonderen Schmerzformen kommen zusätzlich entkrampfende und muskelentspannende Zusatz-Medikamente zum Einsatz. Bei Kopfschmerzen steht nicht selten ein Entzug von bestimmten Schmerzmedikamenten am Anfang der Behandlung, die für die Auslösung und Chronifizierung der Krankheit oft mit verantwortlich sind.
  • Bei sehr starken Schmerzen können Nervenblockaden und implantierbare Schmerzmittelpumpen eingesetzt werden.

Alternative Wege aus dem Schmerz mit Akupunktur, Neuraltherapie, TENS, Entspannung …

Die beste Hilfe aus der Schmerzspirale finden Patienten häufig bei ganzheitlich arbeitenden Schmerztherapeuten, die nach neuesten wissenschaftlichen Konzepten weitere sinnvolle Maßnahmen kombinieren. Hierdurch kann das Schmerzgedächtnis wieder gelöscht bzw. überschrieben werden und zusätzliche Lebensqualität geschaffen werden.

Schmerzen behandeln
  • Mit TENS reizen wir oberflächliche Nerven über Klebe-Elektroden und aktivieren so schmerzhemmende Systeme des Rückenmarks.
  • Akupunktur
  • Störfeld-Diagnostik und -therapie: Chronische Entzündungsherde, z.B. Nasennebenhöhlen oder Zähne, Narben, Fehlfunktionen von Zähnen und Kiefergelenk, nicht ausgeheilte Infekte, Belastungen mit Schwermetallen (Zahnfüllungen) oder chemischen Stoffen können chronische Schmerzen verursachen.

Wir können sie mit Akupunktur-Techniken diagnostizieren und auf vielfältige Weise therapieren, z.B. mit Homöopathie, Neuraltherapie, beim Zahnarzt, Kieferorthopäden oder Osteopathen.

  • Krankengymnastik
  • Bewegungstherapie zur Energiestärkung (Tai Chi, Qigong)
  • autogenes Training, Yoga, Mudras
  • Hypnose
  • Verbesserung des Säure-Basen-Haushaltes
  • Homöopathische Behandlung
  • Blütentherapie (Bachblüten, australische und kalifornische living-Essenzen)

Zur Löschung des Schmerzgedächtnisses ist es unabdingbar, dass Sie als Patient selber mitarbeiten. Sie können den Schmerzalltag positiv beeinflussen, indem Sie

  • Ihre Lebensgewohnheiten und/oder Ihre Ernährung umstellen,
  • sich regelmäßiger bewegen
  • wieder mehr soziale Kontakte knüpfen, besonders gut ist es, Mitglied einer Selbsthilfegruppe zu werden.

Es gibt eine verhältnismäßig neue Selbsthilfegruppe chronischer Schmerz, die sich in der Schmerzklinik Kiel in Diedrichsdorf 1x monatlich trifft.

Positive Erlebnisse machen Mut und heben die Stimmung. Das kurbelt das körpereigene System der Schmerzhemmung an und der Schmerzmittelbedarf sinkt.