Akupunktur bei Augen-Erkrankungen

Die Schulmedizin, die es in Europa und der westlichen Welt seit ca. 150 Jahren gibt, hat große Verdienste in der Bekämpfung von Infektionen, Seuchen und bei Operationen am Auge z.B. beim grünen und grauen Star, Lidanomalitäten und dem Schielen. Deutliche Fortschritte sind
erzielt worden bei der Krebstherapie und am Auge beim Einsatz des Lasers zur Verödung von„Gefäß-Wildwuchs“, besonders beim Diabetes mellitus ( Zuckerkrankheit). Ratlosigkeit herrscht aber weiterhin bei Augen-Krankheiten, die durch einen Durchblutungsmangel bzw. Verschleißerscheinungen insbesondere im Alter zustande kommen. Dazu gehören die sogenannte Optikusatrophie und die trockene wie feuchte Maculadegeneration und die Maculopathie.

Hier kann die Akupunktur entscheidende Hilfen bieten. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), zu der die Akupunktur als ein wesentlicher Baustein gehört, sieht den Menschen immer als Ganzes und als Einheit von Körper und Seele.

Das Auge ist das Fenster zum Menschen

Die TCM kennt 5 Funktionskreise bzw. 12 Meridiane (=Energie-Leitbahnen), die gestört sein können. Bei Augen-Erkrankungen liegt das Problem fast immer im Lebermeridian, der sich „im Auge öffnet“.

Dem Auge wird in klassischen TCM - Texten eine Verbindung zur Essenz aller Organe zugeschrieben.

Ein Mensch mit Sehstörungen ist nie allein „augenkrank“.

Eine besonders intensive Augenakupunktur hat vor ca. 15 Jahren der dänische Akupunktur-Arzt Dr. Boel entdeckt, der Elemente aus verschiedenen asiatischen Akupunktur-Schulen miteinander kombiniert hat. Hierdurch können verschiedene chronische Augenkrankheiten positiv beeinflusst werden wie z.B.

  • Durchblutungsstörungen am Sehnerven (Optikusatrophie)
  • Verschleißerscheinungen am Punkt des schärfsten Sehens (trockene  und feuchte Maculadegeneration), die mit einem schnellen Verfall der Sehfähigkeit einhergehen
  • Augenentzündungen ( Uveiitis, Retinitis pigmentosa)
  • Grüner Star (Glaukom).

Seit kurzem gibt es die Möglichkeit, die Wirksamkeit von Akupunktur und insbesondere von Augen-Akupunkturpunkten zu beweisen. Lesen Sie hierzu unseren Artikel zur Doppelblindstudie.

Die neueste Doppelblindstudie von Prof. Litscher von der Universität Graz (2004) mit der Laser-Neddle-Technik an 41 gesunden Patienten zeigt  eine signifikante Verbesserung der Durchblutung an den Augen bei Stimulation der klassischen Augen-Akupunkturpunkte. Die Durchblutung in anderen Abschnitten des Gehirns blieb unverändert .

Mehrere  klinische Untersuchungen nach klassischer Nadel-Akupunktur aus dem Jahr 2002 ( Prof. Litscher, Universität Graz) zeigen eine signifikante Verbesserung des Gesichtsfeldes bei Patienten mit Optikusatrophie, Glaukom und Retinitis pigmentosa und Maculopathie bei insgesamt 83 Patienten.

Diese großartigen Erfolge der Akupunktur eröffnen neue Perspektiven für Patienten mit schulmedizinisch nicht behandelbaren Augenerkrankungen, die  bisher schicksalhaft zur Erblindung führten.

Wichtig ist allerdings eine rechtzeitige Therapie, weil auch durch die Akupunktur zwar kranke, aber nicht abgestorbene Zellen gebessert werden können.

Bei allen Erfolgen einer fachkundigen schulmedizinischen oder naturheilkundlichen Therapie, gibt es immer wieder Fälle, die nicht auf die Behandlung ansprechen. Hier liegt oft ein Störfeld vor. Lesen Sie hierzu unsere gesonderten Informationen zur Störfelddiagnostik und zumThema Zähne als Störfelder.

 

 
 
 
 
Dr. med. Karin Jatzkewitz |Internistin, Akupunkturärztin| Dr. med. Christian Wollek | Facharzt für Allgemeinmedizin | Projensdorfer Str. 202 | 24106 Kiel | Telefon 0431.337345 | Fax 0431.336808
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