Hausarztpraxis Dr. med. Karin Jatzkewitz, Kiel +49 (0) 431 - 33 73 45 Kontaktdaten speichern Praxis aktuell
„Nichts ist wertvoller
als Ihre Gesundheit“
N3MO

« Zurück

Schmerzen und ihre Ursachen

Schmerzen lassen sich in folgende Formen unterteilen:

  • Akuter Schmerz: der akute Schmerz hat eine Warnfunktion (Gewebeschäden)
  • Chronischer unbeeinflussbarer Schmerz: Schmerz, der länger als sechs Monate oder immer wieder auftritt

Die häufigste Ursache für chronische Schmerzen sind Erkrankungen des Bewegungsapparates (16 %). Chronische Schmerzen treten vorwiegend im mittleren Lebensalter (ca. 45-64 Jahre) auf. Die Krankheitshäufigkeit liegt bei 10-20 % (in Deutschland). In etwa jeder fünfte Patient in hausärztlichen Praxen leidet unter chronischen Schmerzen.

Der Schmerz wird nach seiner Ätiologie (Ursache) in drei Formen eingeteilt:

  • Nozizeptorenschmerz (bedingt durch eine Gewebereizung oder -schädigung): Entstehung durch Erregung der Nozizeptoren (Schmerzrezeptoren) durch eine drohende oder eingetretene Verletzung (traumatisch, entzündlich oder tumorös). Keine Schädigung von Nerven. Die Schmerzen können bewegungsabhängig oder kolikartig sein. Typische Krankheitsbilder sind: Arthrose (degenerative Gelenkerkrankung), Schmerzen des Muskelskelettsystems, Knochenbrüche, durchblutungsbedingte Schmerzen.
     
  • Neuropathische Schmerzen (NPS) bedingt durch eine Nervenschädigung: Sie entsteht durch eine Schädigung oder Kompression des peripheren oder zentralen Nervensystems (Rückenmark, Gehirn).
    Besonderes Merkmal: Einschießende bzw. attackenartige Schmerzen; häufig von brennender Qualität; in Ruhe erfolgt keine Linderung. Typische Krankheitsbilder sind: Ischialgie, diabetische Neuropathie, Trigeminusneuralgie.

    In Deutschland geht man von circa 3,5 Millionen Menschen mit neuropathischen Schmerzen (NPS) aus.
     
  • Schmerzen infolge psychischer Störungen


Verlauf und Prognose bei chronischen Schmerzen

Annähernd 50 % der Betroffenen mit chronischen Schmerzen warten über ein Jahr auf eine Diagnose. Je später sich ein Betroffener in Behandlung begibt, desto ungünstiger ist die Prognose. In vielen Fällen dauert es sehr lange, bis eine adäquate Therapie, die in der Regel interdisziplinär (fachübergreifend) ist, gefunden wird. Chronische Schmerzen sind sehr belastend. Lebensqualität und die psychische Verfassung der Betroffenen leidet erheblich.


Artikel weiterempfehlen Artikel weiterempfehlen »

« Zurück

©2021 Praxeninformationsseiten | Impressum