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Dr. med. Karin Jatzkewitz
Internistin und Akupunkturärztin

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Hausärztliche und internistische Praxis
Dr. Karin Jatzkewitz

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Alternative Krebstherapien

Krebspatienten setzen oft große Hoffnungen in alternative oder komplementäre Behandlungstherapien. Was versteht man unter alternativ oder komplementär?  Vielfach wird außerdem noch von einer ganzheitlichen Krebstherapie gesprochen. Die genannten Therapieansätze werden von den Menschen als unterschiedlich zur Schulmedizin angesehen.

Alternativ steht für viele Menschen für Natur oder Naturheilkunde. Sie versprechen sich davon eine sanfte, biologische Behandlungsform, die keine großen Nebenwirkungen hat. Therapien aus anderen Ländern, beispielsweise traditionelle chinesische Heilverfahren (TCM) werden ebenfalls als alternative Methoden angesehen.

Komplementär bedeutet im eigentlichen Sinne Ergänzung. Die meisten Krebspatienten erhoffen sich von alternativen Therapien unterstützende Effekte zur Schulmedizin. Wichtig ist für viele die Linderung von Nebenwirkungen mittels alternativer Verfahren, die dann begleitend und ergänzend zu den schulmedizinischen Therapien eingesetzt werden können.

Die ganzheitliche Krebstherapie dient als Ergänzung zur konventionellen Behandlung. Es wird davon ausgegangen, dass der Krebs den ganzen Menschen erfasst  und dies in der Therapie berücksichtigt werden muss. Die Krebserkrankung tritt in der Regel nur an einer bestimmten Stelle, in einem umschriebenen Gebiet auf. Trotzdem handelt es sich dann um eine Entgleisung des biochemischen Gleichgewichtes des gesamten Körpers. Die ganzheitliche Krebstherapie setzt an diesem Punkt an und zielt im ersten Schritt auf die Stabilisierung des Immunsystems ab. Ein Immunstatus vor Beginn einer Therapie bringt Aufschluss über die Funktionsfähigkeit der körpereigenen Abwehr. Die Wiederherstellung des Säure-Basen - Gleichgewichtes, eine Darmsanierung, Immunmodulation, Entgiftung, TCM, Enzymtherapie, Bewegungstherapie sind Komponenten des Therapieansatzes. Dazu kommen als wesentliche Grundpfeiler einer ganzheitlichen Therapie das Wiedererlernen einer gesunden Lebensweise mit Bewegung und Entspannung, sowie ausgewogene Ernährung (Reduktion von Übergewicht) und vor allem die Vermeidung von Stress.

Alternative Therapieformen sind meistens von einer Kostenübernahme ausgeschlossen. Man sollte sich deshalb vorher bei der jeweiligen Krankenkasse informieren, was diese bezahlt und welche Kosten man gegebenenfalls selbst tragen muss.

Das Verfahren der Hyperthermie wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen, da es sich noch in der Erprobung befindet. Das Prinzip: bösartige Tumoren sollen mittels Überwärmung behandelt werden. Es wird eine künstliche Temperaturerhöhung des Körpers auf 40 bis 44 Grad Celsius angestrebt, die mittels Ultraschall, elektromagnetischer Wellen wie Radiowellen oder Mikrowellen oder durch Infusion einer erwärmten Flüssigkeit erreicht wird. Durch die Überwärmung werden Krebszellen nicht abgetötet, aber sensibler für andere Therapieformen wie Chemo- oder Strahlentherapie gemacht.

Ein weiteres Verfahren ist die Misteltherapie. Sie spielt in Deutschland bisher allerdings in keiner wissenschaftlichen Leitlinie zur Krebsbehandlung eine Rolle. In anderen Ländern ist die Misteltherapie, wenn überhaupt, dann allenfalls als komplementäre, ergänzende Maßnahme bekannt. Studien hinsichtlich der Wirksamkeit der Misteltherapie in der Krebsbehandlung beispielsweise die Verlängerung der Überlebenszeit und Verbesserung der Lebensqualität ist widersprüchlich.


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