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Dr. med. Karin Jatzkewitz
Internistin und Akupunkturärztin

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Hausärztliche und internistische Praxis
Dr. Karin Jatzkewitz

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Zu niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Unter Hypotonie versteht man Blutdruckwerte, die unterhalb von 100/60 mmHg liegen und mit einer Minderdurchblutung von Organen einhergehen. Sie kommt sowohl chronisch als auch als orthostatische Dysregulation (zum Beispiel beim Aufstehen oder nach längerem Stehen) vor. Besonders häufig sind junge Frauen betroffen. Eine sog. Ruhephypotonie bei Sportlern ist physiologisch.

Symptome:

  • Schwindel und Schwarzsehen vor den Augen (vor allem bei raschem Aufstehen oder nach längerem Stehen)
  • Müdigkeit (vor allem morgens)
  • allgemeine Leistungsschwäche, Konzentrationsschwierigkeiten
  • psychomotorische Unruhe
  • Blässe
  • Frösteln
  • kalte Hände und Füße
  • Lustlosigkeit, depressive Verstimmung
  • Schlafstörungen
  • plötzliche Ohnmachtsanfälle (Synkopen)

Es gibt die primäre Hypotonie, die sehr häufig vor allem bei jungen Frauen vorkommt und bei Personen mit einem sehr schlanken Körperbau (leptosomer Habitus).

Die sekundäre Hypotonie ist in der Regel die Folge einer Erkrankung oder durch Medikamente verursacht. Mögliche Ursachen sind:

  • endokrine Erkrankungen (Schilddrüsenunterfunktion, Nebennierenrindeninsuffizienz, Unterfunktion der Hirnanhangsdrüse)
  • neurogene Erkrankungen (Schlaganfall, Morbus Parkinson, Immobilität bei älteren Menschen, Flüssigkeits- uns Salzmangel)
  • Herzerkrankungen (Herzinsuffizienz, Rhythmusstörungen, Aortenstenose, Mitralstenose, Herzbeutelentzündung)
  • Medikamente (Diuretika, Psychopharmaka, Antiarrhythmika, periphere Vasodilatatoren)

Die dritte Form mit zu niedrigem Blutdruck ist die orthostatische Hypotonie. Beim raschen Aufsetzen oder Aufstehen versackt das Blut in den unteren Körperpartien. Dies kann zu einer kurzzeitigen Minderdurchblutung des Gehirns führen. Schwindel- oder sogar Ohnmachtsanfälle können die Folge sein. Die Diagnose kann mit Hilfe des Schellong-Test gestellt werden. Man lässt den Patienten mindestens 10 Minuten ruhen und misst den Blutdruck und den Puls. Danach muss der Patient aufstehen und man misst sofort wieder den RR und Puls. Diesen Messvorgang wiederholt man nach 1, 2, 3, 5, 7 und 10 Minuten.

Begünstigende Faktoren für die orthostatische Hypotonie sind z.B.:

  • Krampfadern
  • Abnahme der Muskelpumpe durch Inaktivität
  • Bettlägerigkeit
  • Halbseitenlähmung (Hemiplegie)
  • Anämie

Therapeutisch können die betroffenen Patienten selbst durch mehr Aktivität erreichen. Ausdauertraining, Kreislauftraining z.B. durch morgendliche Wechselduschen, Wippen auf den Zehen bei längerem Stehen, ausreichende Flüssigkeitszufuhr können den Zustand in der Regel bessern. Eine medikamentöse Therapie sollte nur eingeleitet werden, wenn die oben genannten Maßnahmen nicht ausreichen.


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