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Dr. med. Karin Jatzkewitz
Internistin und Akupunkturärztin

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Hausärztliche und internistische Praxis
Dr. Karin Jatzkewitz

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Das Schielen (Strabismus)

Das Schielen ist eine häufige Erkrankung, von der etwa fünf Prozent aller Menschen betroffen sind. Unter Schielen (Strabismus) versteht man die Fehlstellung eines oder beider Augen: sie schauen nicht in die gleiche Richtung.

Der Normalsichtige folgt einem Bild mit beiden Augen. Die Bilder unterscheiden sich nur minimal und werden vom Gehirn zu einer Wahrnehmung verarbeitet. Beim Schielen wird der Unterschied durch die Fehlstellung der Augen zu groß, es entstehen Doppelbilder.

Bei Kindern ist die Verarbeitung der beidäugigen Seheindrücke in den ersten sechs Lebensjahren (sensitive Phase) im Gehirn noch nicht ausgereift. Das schielende Auge unterdrückt dabei die Information zur Wahrung eines eindeutigen Informationsgehalts der wahrgenommenen Eindrücke. Die Informationsverarbeitung des schielenden Auges im Gehirn kann sich nicht richtig entwickeln, das Auge wird lebenslang schwachsichtig (amblyop). Daher ist eine frühzeitige Behandlung des kindlichen Schielens notwendig, am besten schon im ersten Lebensjahr.

Hinweise auf ein drohendes oder schon eingetretenes Schielen können sein:

  • Lichtempfindlichkeit
  • Augentränen
  • Zukneifen eines Auges
  • Verstimmung oder Reizbarkeit
  • chronische Lidrandentzündung
  • schiefe Kopfhaltung
  • ungeschickte Bewegung.

Jedes Zeichen für sich ist für Eltern ein triftiger Grund mit ihrem Kind sofort den Augenarzt zu Rate zu ziehen.

Formen des Schielens:

Latentes Schielen (Heterophorie)

Bei den meisten Menschen stehen die Augen in Ruhelage beim Blick in die Ferne nicht parallel, sondern leicht nach außen oder innen. Durch die Verschmelzung (Fusion) der Sinneseindrücke im Gehirn wird diese Abweichung und damit das Schielen aufgehoben. Das latente Schielen (Heterophorie) ist auf eine Störung des Augenmuskelgleichgewichts zurückzuführen. Handelt es sich um eine leichte Störung, kommt es zu keiner nennenswerten Sehbehinderung, der Stellungsfehler des Auges bleibt verborgen, d.h. er ist latent. Diese Form des Strabismus äußert sich nur unter bestimmten Bedingungen (Ermüdung, Stress, Alkoholgenuss, Begleiterscheinung bei Allgemeinerkrankungen). Symptome sind Doppelbilder, verschwommenes Sehen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Leseunlust.

Begleitschielen (Strabismus concomitans)

Das Begleitschielen (Strabismus concomitans) ist das "typische" Schielen des Kleinkind- und Kindesalter. Es ist besonders gefährlich, da in diesem Alter die Sehentwicklung noch nicht abgeschlossen ist und sich Schwachsichtigkeit entwickeln kann. Die Augenachsen beim schielenden Kind sind nicht auf denselben Gegenstand gerichtet. Bewegen sich die Augen, verändert sich der Winkel der Sehachsen nicht, das eine Auge folgt dem anderen im konstanten Winkel. Bei frühzeitiger Diagnose und Therapie kann die Sehschärfe beider Augen erhalten werden.

Begleitschielen kommt häufig im Zusammenhang mit Fehlsichtigkeiten wie Weit- oder Kurzsichtigkeit und den entsprechenden Ursachen vor. Die genaue Ursache ist noch nicht geklärt.

Lähmungsschielen (paralytisches Schielen)

Das paralytische Schielen tritt meist im Erwachsenenalter auf. Es ist eine akute Form des Schielens, bedingt durch den plötzlichen Ausfall eines oder mehrerer äußerer Augenmuskeln, die zu einer Augenfehlstellung führen. Dadurch kann der betroffene Augapfel die von diesen Muskeln bewirkte Blickwendung nicht ausführen und bleibt hinter dem Partnerauge zurück. Der Schielwinkel ändert sich je nach Blickrichtung und ist in Richtung des gelähmten Muskels am größten. Betroffene Personen versuchen, den Augenmuskel intuitiv zu entlasten, indem sie den Kopf schief halten. Symptome sind Doppelbilder und Orientierungsstörungen. Ursachen sind z.B. die Druckschädigung des Hirnnervens, Durchblutungsstörungen, entzündliche Prozesse und Muskelerkrankungen.


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