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als Ihre Gesundheit“
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Schmerzen

(Chronische) Schmerzen
– hinterfragen, verstehen, handeln

Ganzheitliche und alternative Wege aus dem Schmerz

Ganzheitliche und alternative Wege aus dem Schmerz

Schmerz kann zu einem beherrschenden Lebensgefühl werden – einer Empfindung, die viele positive Wahrnehmungen in den Hintergrund drängt oder gar ausblendet. Schmerzen sind Ausdruck einer komplexen Störung im Zusammenspiel einer Vielzahl körperlicher sowie seelischer Faktoren. Schmerzen stellen eine komplexe subjektive Sinneswahrnehmung dar, die als akutes Geschehen den Charakter eines Warn- und Leitsignals aufweist.

Ganzheitliche und alternative Wege aus dem Schmerz
Schmerzunterschiede

Man unterscheidet den akuten Schmerz vom chronischen Schmerz:

Akuter Schmerz

Akute Schmerzen setzen immer dann ein, wenn das Gewebe beschädigt wurde. Sie sind zeitlich begrenzt. Der akute Schmerz hat eine wichtige Warn- und Schutzfunktion, um weitere Schäden zu verhindern und durch Schonung eine Heilung einzuleiten (z.B. bei Verbrennungen, Schnittwunden oder Knochenbrüchen).

Chronischer Schmerz

Chronische Schmerzen sind eine eigenständige Krankheit. Der Schmerz hat sich verselbstständigt und ist im Prinzip eine Fehlfunktion der Nervenzellen, die eine Schmerzwahrnehmung ohne entsprechende Ursache signalisieren. Von chronischen Schmerzen spricht man, wenn diese länger als sechs Monate anhalten. Es kann sich sowohl um einen Dauerschmerz als auch um einen anfallsartigen Schmerz oder eine Kombination aus beiden handeln.

Ursachen

Schmerz hat ganz unterschiedliche Ursachen:

  • Nozizeptorenschmerz – er wird durch eine Gewebereizung oder -schädigung ausgelöst
    (z. B. Arthrose, Knochenbrüche, durchblutungsbedingte Schmerzen)
  • Neuropathische Schmerzen (NPS) werden durch Nervenschädigungen hervorgerufen (z. B. Ischialgie, diabetische Neuropathie, Trigeminusneuralgie)
  • Schmerzen infolge psychischer Störungen

Erfahren Sie mehr zu den Schmerzursachen und Krankheitsbildern in der Patienteninformation.

Dr. Karin Jatzkewitz ist ausgebildete Schmerztherapeutin. Sie wird seit Anfang des Jahres unterstützt von der Ärztin Frau Stinner, die ebenfalls viel Erfahrung in Schmerztherapie hat. Sie nimmt sich Zeit für eine genaue Schmerzanamnese, um möglichst viele Aspekte in die Diagnose einzubeziehen. Dafür setzt sie Schmerzfragebögen und Schmerztagebücher ein. Sie sichtet Vorbefunde und fragt nach Ihrem beruflichen und sozialen Umfeld sowie der emotionalen Situation. Denn chronischen Schmerz ohne Beteiligung der Psyche gibt es nicht!

Der chronische Schmerz und seine Entstehung

Der chronische Schmerz und seine Entstehung

Wenn eine Nervenzelle zu lange und dauerhaft einen Impuls an das Gehirn sendet, z. B. bei Gürtelrose oder einem Bandscheiben-Vorfall, verändert sich ihr Stoffwechsel. Sie wird überreizt und kann sich nicht mehr ausschalten. Selbst dann, wenn kein Reiz mehr vorhanden ist, sendet sie ständig Schmerzimpulse weiter. Es ist sozusagen ein Defekt in der Festplatte unseres Nervensystems eingebrannt. Die Hirnforschung der letzten Jahre konnte eindrucksvoll zeigen, wie sich in der Folge die Schmerzleitungen im Rückenmark und Gehirn so verändern, dass der Schmerz immer stärker wird. Schon harmlose Berührungen werden als Schmerz wahrgenommen und der Schmerz greift auf immer größere Teile des Körpers über. Wichtige Teile des Gehirns werden so verändert, dass sie den Schmerz selbst unterhalten. Wir sprechen von einem Schmerzgedächtnis und von einer Schmerzkrankheit.

ganzheitlich

Chronische Schmerzen mit ganzheitlicher Therapie lindern

Chronische Schmerzen haben ganz unterschiedliche Ursachen und Faktoren, durch die sie verstärkt werden. Deshalb sollte ihre Behandlung immer ganzheitlich sein, d.h. körperliche, soziale und emotionale Aspekte mit umfassen.

Unsere Therapieangebote:

  • Um für Sie einen aussichtsreichen Therapieplan erstellen zu können, müssen zunächst alle Möglichkeiten der notwendigen Diagnostik ausgeschöpft werden.
  • Wir führen eine umfassende Schmerztherapie durch und stellen Sie bei Bedarf auf Schmerzmedikamente ein. Dazu gehören insbesondere Opiate, aber auch Cannabis und Methadon.

Die beste Hilfe aus der Schmerzspirale bieten schmerzlindernde Medikamente in Kombination mit alternativen Methoden wie

Oftmals kann hierdurch das Schmerzgedächtnis wieder gelöscht bzw. überschrieben und zusätzliche Lebensqualität geschaffen werden.

Zur Löschung des Schmerzgedächtnisses ist es unabdingbar, dass Sie als Betroffener selber mitarbeiten. Sie können den Schmerzalltag positiv beeinflussen, indem Sie

  • Ihre Lebensgewohnheiten und/oder Ihre Ernährung umstellen
  • sich regelmäßiger bewegen
  • wieder mehr soziale Kontakte knüpfen
  • Mitglied einer Selbsthilfegruppe zu werden

Positive Erlebnisse machen Mut und heben die Stimmung. Das kurbelt das körpereigene System der Schmerzhemmung an und der Schmerzmittelbedarf sinkt.

Bitte beachten Sie, dass nicht alle Angebote zur Schmerztherapie von den Gesetzlichen Krankenkassen getragen werden. Gerne informieren und beraten wir Sie.

Behandlung eines Patienten
Akupunktur
Kinesio-Taping